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Zur Geschichte der Stadt Döbern

 

14.Jh.

Der Ort Döbern soll bereits im 14. Jahrhundert gegründet worden sein. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung 1443 in einem Lehnsvertrag ist jedoch bisher umstritten, da nicht geklärt ist, ob es sich um diesen Ort handelt. Döbern gehört als Vasallendorf zur Herrschaft Forst. Die ältesten Besitzer der Standesherrschaft Forst und damit auch Döberns sind die Herren von Biberstein etwa um 1400. Sie erheben Forst zur Stadt und noch heute tragen das Forster und das Döberner Wappen die Biberstein’sche Hirschstange. Auch während der Zeit der von Biberstein wechseln mehrfach die Besitzer von Döbern.
1508 ist Döbern im Besitz der Familie Kracht. Danach bis 1630 unklare Besitzverhältnisse.
1570 Zunächst als Lehnsmutung erwirbt Christoph von Briesen das Rittergut von Anna von Biberstein.
1630 kauft Christoph von Briesen Döbern, er war schon Besitzer von Dubraucke (Eichwege).
1636 erwirbt Christoph von Briesen durch Wenzel von Biberstein die wirkliche Belehnung. Weitere Besitzer sind Hans von Mühlen zu Dober und derer von Lossow.
1655 erwirbt Hans Sebastian von Berge das Rittergut Döbern von Christoph von Briesen auf Dubraucke und darüber durch Ferdinand II. von Biberstein noch im gleichen Jahr die Belehnung.
1683 folgt ihm sein Sohn Hans Georg von Berge als Besitzer des Rittergutes Döbern.
(1668)

Nach dem Aussterben der Bibersteiner fällt am 09. Januar die Herrschaft Forst an Sachsen und im endgültigen Teilungsprozess vom 11. August des selben Jahres

übernimmt Herzog Christian von Sachsen-Merseburg Stadt und Schloss Forst nebst allen südlich davon gelegenen Kammer- und Vasallendörfern, also auch Döbern.

Unterdorf

 

1708 Döbern, als Vasallendorf des Amtes Forst, umfasst 3 Bauern, 2 Halbbauern und 6 Gärtner oder insgesamt 22 Personen effektiver Mannschaft zwischen dem 12. und 60. Lebensjahr.
1710 Hans Sigismund, Johann Georg, Heinrich Rudolf und Gottlob Ernst von Berge sind Besitzer des Gutes.
1715 Übernimmt Gottlob Ernst von Berge das Gut allein.
1729 Verkauf des Gutes an Heinrich von Stutterheim.
1739 Döbern hat 140 Einwohner.
(1746) die Herrschaft Forst kommt an den Minister Brühl, der sie mit der Herrschaft Pförten vereinigt.
1749 Heinrich von Roth erwirbt das Rittergut Döbern.
1750

Das Gutshaus wird als 2-geschossiger Backsteinbau errichtet. Es befindet sich im so genannten Unterdorf (heute Ringstraße), dem ersten Siedlungsbereich Döberns. Heinrich von Roth sucht um die Brau- und Schankgerechtigkeit nach.

Gutshaus

 

1751 Am 03. Juli wird die Brau- und Schankgerechtigkeit bei einem Brausteuer-Grundpreis von jährlich 3 Reichstalern erteilt. Döbern hat zu dieser Zeit 8 Kossäten, 2 Büdner, einen auf der Allmende und einen auf Gärtnerland angebauten Häusler. In Döbern wird eine Brauerei und eine Schenke errichtet.
1777 Das Dorf Döbern enthält 6 Ganz- und 4 Halbbauern, 17 Häusler, 1 Schenke, 1 Wassermühle, 1 herrschaftliche Schäferei, 2 herrschaftliche Häuser für den Jäger und den Brauer und 1 Gemeindeschützenhäuschen.
1789

übernimmt Johann Moritz Christian von Roth das Gut von seinem Vater (Das Wappen der Familie Roth befindet sich in der Heimatstube Döbern). Dann kommt die Familie von Knobelsdorf in den Besitz des Gutes, bald darauf ein Herr von Sametzky und von diesem übernimmt es Rudolf Hiob von Uichtritz.

Wappen

 

1801 Friedrich August von Sternstein kauft das Gut.
(1816) Am 20. März wird auf Grund einer Verordnung der königlich preußischen Regierung zu Frankfurt/Oder der Kreis Sorau gebildet, zu dem auch Döbern bis 1945 gehört.
1820 Döbern hat 263 Einwohner.
1830 Das Gut Döbern wird von August von Friedrich, der die erste Kohlengrube im Kreis Sorau eröffnet, erworben.
1846 Erste Bohrversuche mit anschließendem Kohleabbau in der Region.
1859 Gottlieb Krätsch legt den Grundstein für eine Handbrauerei. Die Konzession erhält er am 01. Februar 1860 von der königlichen Regierung zu Frankfurt/Oder.
1864

Beginn des Braunkohlenabbaus in der Grube "Providentia". Damit beginnt der Bergbau in Döbern.

Providentia

 

1867 Bau der ersten Glashütte in Döbern durch die Gebrüder Hirsch. Sie gelten damit als die Begründer der Glasindustrie in Döbern. Später trennen sich die 4 Brüder.
1871 Döbern hat 450 Einwohner.
1872

Das Gut ist (bis 1920) in den Händen der Familie von Dobschütz, die zu diesem Zeitpunkt auch die Grube "Providentia" erwirbt.

 

Beginn des Braunkohleabbaus in der Grube "Gotthelf" / 1911 Zwangsversteigerung / Einstellung per 30. September 1916 unter dem Namen "Von Döring’sche Braunkohlenwerke Dubraucke N/L" (Dubraucke - das spätere Eichwege)

1874 Am 01. Dezember bekommt Döbern eine eigene Postagentur, ansässig im späteren "Lindengarten".
1875 Der Gesangverein "Vorwärts" wird gegründet.
1877 Döbern erhält eine eigene Schule, die am 06. Oktober den Unterricht für 80 Kinder in 2 Klassen aufnimmt. Bis dahin werden die Kinder in Groß Kölzig eingeschult. Die offizielle Einweihung findet erst am 05. Februar 1878 statt.
1878 Anton Hirsch führt "Gebrüder Hirsch" alleine weiter, während einer der anderen 4 Brüder, Robert Hirsch, eine eigene Glashütte gründet ("Neue Hütte", später "Robert Hirsch"). Die Brüder Karl und Wilhelm siedeln nach Kohlfurt bzw. Radeberg um. Am auslaufenden Jahrhundert gilt die Glashütte von Robert Hirsch als eines der größten Unternehmen der Lausitz.
1882

Die für Döbern bedeutsamen "Glashüttenwerke Fettke & Ziegler" werden gegründet.

Fabrik

 

1886 Adolph Hirsch, ein Sohn von Robert Hirsch, gündet die Glashütte "Adolph Hirsch – Hohenzollernhütte".
1891

Robert Hirsch überträgt am 28. Februar 1891 die Handelsgeschäfte der Gesellschaft "Robert Hirsch" den Söhnen Hugo, Oskar und Adolph (eingetragen beim Königlichen Amtsgericht, Forst, den 6. März 1891).

 

Döbern erhält einen Bahnhof. Am 01. September wird der Güterverkehr, ab 01. Oktober der Personenverkehr auf der neuen Bahnstrecke Forst – Weißwasser aufgenommen.

Bahnhof

 

1892 Der "Turnverein" wird gegründet.

Am 17. November wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet.
1893 Am 19. April nimmt eine 2. Schule den Unterricht auf
1895 Döbern hat 1.257 Einwohner.
1901

Die Post bezieht  das "Kaiserliche Postamt" in der jetzigen Forster Straße 17. Das Gebäude ist heute denkmalgeschützt.

Es entsteht die Glashüttenfirma "Baldermann & Co". 1905 gründen daraus 12 Männer die Fa. "Müller, Poeschmann & Co", die so genannte "Apostelhütte". Sie stellen Beleuchtungsglaskörper her.

Alte Post

 

1902

Am 03. April wird die katholische Schule eröffnet.

 

Unter dem Namen "Hirsch, Mielisch & Co" entsteht eine weitere Tafelglashütte.

1903 Am 07. Februar – anlässlich des 25-jährigen Geschäftsjubiläums der Fa. Robert Hirsch – stößt die Brauerei Krätsch das erste Lagerbier aus.
1904 Döbern erhält ein eigenes Standesamt.
1905 Am 29. November wird ein weiterer Schulneubau vorgenommen.
1906 Am 24. Juni Benediktion der katholischen Kirche "Corpus Christi".
1908 Am 20. Dezember Kirchweihe der evangelischen Kirche.
1910

"Alte Apotheke"

Döbern hat 3.419 Einwohner.

Alte Apotheke

 

1913 Inbetriebnahme des Wasserwerkes.
1921

Unter dem Namen "Niederlausitzer Kristallwerke Brox & Mader" wird die ehem. Tafelglashütte "Hirsch, Mielisch & Co" weiter geführt. Als Folge von Absatzschwierigkeiten bei Tafelglas erfolgt die Hohlglasherstellung.

Umzug vor 1925

 

1925 Am 22. November (Totensonntag) wird das Denkmal für die Gefallenen, Vermissten und an den Folgen des Weltkrieges Gestorbenen eingeweiht (siehe auch 1946 und 1998)
1926

Die Chaussee Cottbus - Bad Muskau wird ausgebaut. Dadurch wird Döberns Hauptstraße gepflastert und erhält eine Kanalisation.

MuStrasse1926

 

1927 Die Gemeindevertretung beschließt, ein eigenes Wappen zu führen. Den Auftrag zur Gestaltung erhält der bekannte Heraldiker Ottfried Neubecker in Berlin.
1928

Am 06. Oktober beginnt der Erweiterungsbau der Schule am 1905 errichteten Gebäude.

 

Am 28. Oktober genehmigt das Preußische Staatsministerium der Gemeinde Döbern als größter Landgemeinde des Kreises Sorau ein eigenes Wappen und die Führung eines Dienstsiegels.

1929 Die Glashütte "Gebrüder Hirsch" wird unter dem Namen "Kleiner & Baderschneider" (bis 1945) weiter geführt.
1935 Errichtung einer Volksbücherei.
1936 Bei der 50-Jahr-Feier des 1886 gegründeten Männergesangsvereins "Germania" erklingt zum ersten Mal das Döberner Heimatlied.
1938 Die Gemeinde Dubraucke wird umbenannt in Eichwege (vergl. auch Jahr 1974).
1939 Döbern hat (vermutlich am Jahresende) 4.012 Einwohner.
1945 Das Gutshaus wird nach Beendigung des 2. Weltkrieges zu Wohnungen aufgeteilt.

1945-94

Nach dem 2. Weltkrieg gehört Döbern bis zur Länderauflösung (1952) zum Kreis Spremberg, danach bis 1993 zum Kreis Forst/Lausitz und seit 1994 zum neu gebildeten Landkreis Spree-Neiße. Der Bezirk Cottbus (seit 1952) wird 1990 mit dem wieder entstandenen Land Brandenburg aufgelöst.
1946 12. November: Gemäß eines Aufrufes aus Spremberg sind alle Denkmäler zu beseitigen. Aufgerufen wird zu einer Kundgebung am Totensonntag, dem 24. November. Unterzeichner sind der Landrat Neugebauer und Vertreter politischer Parteien. Dieser Kampagne fällt auch das Döberner Kriegerdenkmal zum Opfer (siehe auch 1998).
1948

Am 17. April werden die "Glashüttenwerke Fettke & Ziegler" enteignet. Einem Einspruch wird anfänglich stattgegeben, später aber zurück genommen, so dass auf dieser Basis der "Volkseigene Betrieb Glaswerk Döbern" entsteht.

Fabrik

 

1951 Am 01. Januar werden enteignet: Thema-Werk (damals Groß Kölzig), Kunstschleiferei Groß Kölzig und H. Müller, Klein Kölzig.
1954 Am 01. Januar werden enteignet: Fa. Poneß Flachglas (Hütte u. Veredlung) und die Hedwigshütte Fettke & Co. Sie werden dem VEB Glaswerk zugeordnet.
1955 Am 01. Januar werden enteignet: Die Schleifereien Fa. Franz Breuer und Fa. Arnold Krautz.
1960 In den Jahren 1960-64 errichtet die Arbeiter-Wohnungsgenossenschaft (AWG / heute: GWG) 7 Wohnblocks in der Schützen- / Feld- und Aufbaustraße mit insgesamt 144 WE.
1964

Birgit Radochla, Tochter des Sportlehrer-Ehepaares Ursel und Helmut Radochla, erringt bei den Olympischen Spielen in Tokio eine Silbermedaille im Pferdsprung.

 

Döbern erhält ein weiteres Neubauviertel in der späteren Aufbau- und Friedrichshainer Straße (vormals Ziegeleistraße) mit insgesamt 5 Wohnblocks /140 WE (Sanierung 1994/95).

Aufbaustrasse

 

1968

Inbetriebnahme des neuen Glaswerkes in der heutigen Ringstraße 26 (zuvor: Amtstraße). Bis auf Ausnahmen ist Döberns Glasindustrie damit unter einem Dach.

Ab Jahresende fördert ein neues Wasserwerk, errichtet neben dem alten, soviel, dass die umliegenden Gemeinden mit versorgt werden können.

Glaswerk

 

1969 Auf Beschluss des Rates des Bezirkes Cottbus vom 18. Juni erhält die Gemeinde Döbern mit Wirkung vom 07. Oktober das Stadtrecht.
1972 Enteignung der letzten Glasbetriebe und spätere Integration in den VEB Glaswerk Döbern.
1974 Zum 01. Januar wird die Gemeinde Eichwege (01.01.1971: 553 Einwohner) nach Döbern eingemeindet. Die Stadt Döbern überschreitet damit erstmalig die 5.000 Einwohner-Grenze (31.12.1974: 5.024). Auch ein Teil von Groß Kölzig (Grube Conrad, Themawerk, Grenzweg) wird Döbern zugeschlagen.

Ein erforderlicher Schulneubau wird im Kirchweg eingeweiht.
1976 Mit 5.083 erreicht Döbern den bisher höchsten Einwohnerstand (verglichen per 31.12.).
1978

Am 07. Oktober wird in der Aufbaustraße die Konsum-Kaufhalle für Lebensmittel eröffnet.

Kaufhalle

 

1979 Nachdem noch vor 1961 (Mauerbau in Berlin) der letzte Besitzer der Brauerei die Stadt in Richtung Westdeutschland verlassen hatte, wird die Brauerei Krätsch - inzwischen Betriebsteil Döbern der Stadtbrauerei Forst – abgerissen.
1981 Per 31.12. erreicht Döbern vorerst "letztmalig" über 5.000 Einwohner, genau: 5.072
1983 Die Fußballer der BSG "Chemie Döbern" steigen (für ein Jahr) in die zweithöchste Spielklasse, die DDR-Liga, auf.
1989

Dezember: In der Stadt finden Demonstrationen statt.

 

In der evangelischen Kirche werden Friedensgebete abgehalten.

1990

Im Glaswerk werden erste Entlassungen vorgenommen. Bis zur ersten Privatisierung gehört das Glaswerk einer Aktiengesellschaft an.

Am 06. Mai finden Kommunalwahlen statt, bei der die Bürger in freier, allgemeiner, gleicher, direkter und geheimer Wahl eine neue Stadtverordnetenversammlung wählen. Der Bürgermeister wird von den Abgeordneten gewählt.

Am 01. Juli tritt die Währungsunion in Kraft. Alle Bürger der DDR erhalten die DM (West).

 

Im späteren "Gewerbegebiet Süd" (Eichwege) beginnen die ersten Baumaßnahmen.

Eröffnung der Caritas-Sozialstation "St. Hedwig" in der Schützenstraße.

Die Schule in der Schulstraße wird Gesamtschule (Klassen 7 – 10), die im Kirchweg wird Grundschule (Klassen 1 – 6).

Am 03. Oktober tritt die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Damit ist die über 40-jährige deutsche Teilung beendet.

Diaglas

 

1991 Im Januar und Februar können 56 Wohnungen in der Forster Straße 76 und Friedrichshainer Straße 26 – erstmals ausgestattet mit einem modernen Heizungssystem – bezogen werden.

Beginn umfangreicher Straßenbaumaßnahmen als Folge der abwasserseitigen Erschließung der Stadt.

Am 01. März erscheint der erste "Döberner Lokalanzeiger".

Am 09. März besuchen Ministerpräsident Stolpe und Innenminister Ziel das Glaswerk.

Im Mai erringt die 1. Fußballmannschaft der damaligen BSG Chemie Döbern e. V. den Titel "Fußball-Bezirksmeister der Spielserie 1990/91" und steigt in die Landesliga auf.

Mit einer Sonderfahrt, die auch über Döbern führt, wird an das 100-jährige Bestehen der Eisenbahnlinie Forst – Weißwasser erinnert.

Am Jahresende hat Döbern 4.593 Einwohner
1992

Am 04. April unterzeichnen 14 Bürgermeister eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die beabsichtigte Bildung des "Amtes Döbern-Land".

Am 26. Mai wird der erste Einkaufsmarkt (LIDL) in der Ringstraße eröffnet.

Ab dem 31. Juli gilt das "Amt Döbern-Land" durch Genehmigung des Innenministeriums des Landes Brandenburg als gebildet. Damit verliert die Stadt Döbern ihre verwaltungstechnische Eigenständigkeit, der Bürgermeister ist danach nur noch ehrenamtlich tätig. Alle 14 Gemeinden bedienen sich ab jetzt einer gemeinsamen Verwaltung mit Sitz in Döbern. Der Chef der Verwaltung ist der Amtsdirektor (tatsächliche erstmalige Einführung zum 02. November).

Am 26./27. September feiert die Freiwillige Feuerwehr Döbern ihr 100-jähriges Bestehen.

Oktober: Das Glaswerk erhält über die Treuhandanstalt neue Eigentümer, die Unternehmensgruppe Ullmann aus Oberursel bei Frankfurt/M.

 

Am 03. Oktober erfolgt die Einweihung des Klärwerkes. Es beginnt der Probebetrieb.

Im November wird der Döberner Wasser- und Abwasserzweckverband (DWAZ) gegründet.

Klaerwerk

 

1993 Es erfolgt der Aufbau eines Mobilfunknetzes. In der Ringstraße 53 wird das älteste Wohnhaus von Döbern saniert und zur Stadtbibliothek und Heimatstube umgebaut.

Am 15. März eröffnet die Sparkasse ihre neuen Räume im Einkaufszentrum in der Forster Straße 65.

Am 01. Dezember wird der Gewerbeverein Döbern-Land e.V. gegründet. Neben anderen Straßen wird der Ausbau der Muskauer Straße, des Busplatzes und der Hauptkreuzung am Deutschen Haus fertig gestellt.

Am 05. Dezember finden Kommunalwahlen statt, bei der die Bürger erstmalig ihren Bürgermeister direkt wählen können. Dieser wird jedoch erst in einer Stichwahl am 19. Dezember ermittelt.

Am 31.12. hat Döbern nur noch 4.433 Einwohner.
    Die aus der Post AG ausgegliederte Telekom errichtet ein Funktionsgebäude für Telekommunikation im Gewerbegebiet Mühlenweg.
1994

Rekonstruktion der elf oil AG -Tankstelle in der Muskauer Straße 26.

Am 24. August wird der Bundeswehr auf dem Hohen Berg der neu errichtete Radarturm übergeben.

Durch einen Beschluss des Amtsausschusses 1993 ist Döbern nur noch Gesamtschulstandort für die Klassen 7 – 10 in der Schulstraße und im Kirchweg. Grundschulen gibt es seit dem noch in Tschernitz, Friedrichshain und Groß Kölzig.

Am 02. Oktober, am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit, findet im "Deutschen Haus" ein Festakt mit anschließendem Kulturprogramm – gestaltet von Döberner Vereinen – anlässlich der 25-jährigen Verleihung des Stadtrechtes statt. Gäste sind u.a. Abgeordnete und Bürger der Stadt, der Amtsdirektor und der amt. Bürgermeister der Partnerstadt Rheinbach bei Bonn.

Monat Oktober: Die erste Privatisierung des Glaswerkes durch Unternehmer aus Oberursel bei Frankfurt/M scheitert. Mit dem Wechsel des Eigentümers firmiert das traditionsreiche Unternehmen nun mit "Glashütte Döbern GmbH". Die Beschäftigtenzahl erreicht den Tiefststand von ca. 120.

Tankstelle

 

1996

Am 31. Juli werden 30 WE für betreutes Wohnen in der Forster Straße 14 a übergeben. Mit der Begegnungsstätte des DRK ist es ein attraktiver Standort für unsere Senioren.

 

27. September: Die Deutsche Bahn AG stellt den Personenverkehr auf der Strecke Forst – Weißwasser ein. Um 16.12 Uhr fährt die letzte Eisenbahn von Döbern nach Weißwasser ab. Im Oktober folgt die Einstellung des Güterverkehrs, während ab 01. Juni 1997 auch der Schienenersatzverkehr eingestellt wird.

Letzte Bahnfahrt

 

1997

Mai – September: Im sozialen Wohnungsbau werden 27 WE in 3 Häusern (Döberner Weg 9 – 11) fertig gestellt.

 

Am 27. Mai wird das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.

doebener Weg

 

1998

Am 17. März wird die Post in der Forster Straße 17 geschlossen. Dafür wird eine Postagentur im "Gutenberghaus" in der Forster Straße 86 eröffnet.

 

Am 25. April nimmt der Bürgermeister an den Feierlichkeiten anlässlich der 700-Jahr-Feier in der Partnerstadt Rheinbach teil. Er überbringt einen ca. 40 cm großen handgeschliffenen farbigen Prunkrömer in Bleikristall-Überfang als Gruß aus Döbern.
    01. September: Mit Hilfe von Spenden erfolgt die Einweihung des wieder aufgebauten Kriegerdenkmals für die Gefallenen, Vermissten und an den Folgen des 1. Weltkrieges Gestorbenen (Ecke Friedhofsweg / Preschner Straße), das inzwischen in die Denkmalsliste beim Landkreis Spree-Neiße aufgenommen ist.

Am 27. September finden Kommunalwahlen statt. Neben einer neuen Stadtverordnetenversammlung wird der Bürgermeister gewählt. Der Amtsinhaber wird für weitere 5 Jahre bestätigt.

Bürgermeister

 

1999

Im Januar wird das erweiterte und rekonstruierte Alten- und Pflegeheim "St. Hedwig" in der Spremberger Straße 24 wieder bezogen. Es hat jetzt eine Kapazität von 60 Betten.

 

21. Februar: Unterzeichnung des Vertrages über partnerschaftliche Zusammenarbeit (vergl. Städtepartnerschaft) mit der polnischen Stadt Jasien (früher: Gassen) / Republik Polen
    03. September: Die Freiwillige Feuerwehr Eichwege begeht ihren 90. Gründungstag.

Am 26. November findet eine Festsitzung der Stadtverordnetenversammlung im "Deutschen Haus" anlässlich der Verleihung der Stadtrechte vor 30 Jahren statt, an der die Abgeordneten, der Amtsdirektor, Unternehmer und Vertreter des öffentlichen Lebens sowie eine Delegation der Partnerstadt Jasien teilnehmen.

Vertrag

 

2000 Mai: Die Sanierung des Fachwerkturmes der denkmalgeschützten Dorfkirche Eichwege ist abgeschlossen.

Mai: Eröffnung der neuen Tierarztpraxis in der Muskauer Straße 48 a.

Realisierung der ersten Objekte über die Stadtsanierung.
2001

22. Juni: Eröffnung eines Bowlingfreizeitcenters in der Spremberger Straße 2 (ehem. Kino).

 

14. Juli: Die Freiwillige Feuerwehr Eichwege begeht in der ev. Kirche Eichwege mit den Gründungswehren das 75-jährige Jubiläum des (nicht mehr existierenden) Spritzenverbandes.

Feuerwehr


Juli: Das traditionsreiche Handwerks- und Dienstleitungsunternehmen "Haustechnik und Anlagenbau" – die frühere PGH "Haustechnik" - meldet Insolvenz an.

 

Juli: Aus Mitteln der Städtebauförderung beginnt die Sanierung der Außenhülle der Gesamtschule / Schulstraße.

Schule neu

 

09. Oktober: Der Erweiterungsbau des Alten- und Pflegeheims "St. Hedwig" mit zusätzlichen 30 Betten wird übergeben. Die Kapazität beträgt nunmehr 90 Betten.
12. Oktober: Die Freiwillige Feuerwehr Eichwege erhält ein neues Tragkraftspritzfahrzeug (TSF) Mercedes für einen Fahrer und fünf Einsatzkräfte.

14. Oktober: Ein Bürgerentscheid über die Bildung der amtsfreien Stadt Döbern-Land (Zusammenschluss der Stadt Döbern mit der Gemeinde Tschernitz) bringt keine Entscheidung mangels Wahlbeteiligung. So entscheidet darüber die Stadtverordnetenversammlung am 01.11.2001. Der Vertrag zwischen beiden Gemeinden erhält erst im 2. Anlauf am 21.02.2002 eine qualifizierte Mehrheit.

13. November: Die außen und innen sanierte Forster Straße 4 (bis 1935 Rathaus, jetzt Wohnhaus mit Polizeiposten) wird für die neuen Mieter bezugsfertig.

 

15. November: Der 1. Bauabschnitt zur Umfeldgestaltung in der Aufbaustraße 5 –16 (Zufahrten / Parkflächen / Containerstellplätze) wird abgeschlossen.

Aufbaustrasse3

 

2002

28. März: Die am 01.08.2001 begonnene Sanierung der B 115, Teil Forster Straße zwischen dem Malxedurchlass (Höhe Grubenweg) und der Kirchstraße wird nach mehreren witterungsbedingten Unterbrechungen frei gegeben.

10. April: Die LMBV übergibt den Mühlenweg, der als Folge des ehem. Bergbaus für die Stadt vom 01.10.01 kostenlos saniert wird.

Juli: In der Forster Straße 77 beginnen die Bauarbeiten für einen weiteren Einkaufsmarkt, der am 28. November eröffnet.
Oktober: Der Südgiebel des „Deutschen Hauses“ erhält einen Farbputz.

Forsterstr.

 

2003

Mai: Vor Saisonbeginn wird am Badesee Eichwege die neue Sanitäranlage übergeben.
21. Juni: Auf dem Turnplatz Jahnstr. 22 wird das Denkmal für die gefallenen Sportler aus dem 1. Weltkrieg durch die Döberner Heimatfreunde feierlich wieder eingeweiht.
24.Juni: Der Grubenweg erhält eine neue Straßenbeleuchtung.13. Aug.: Die neue farbliche Außengestaltung von Saal und Turmanbau des Deutschen Hauses werden fertig gestellt.
Am 26. Oktober finden Kommunalwahlen statt, bei der eine neue Stadtverordnetenversammlung gewählt wird. Von den 4 Kandidaten für das Bürgermeisteramt wird in der Stichwahl am 16. November der Amtsinhaber für weitere fünf Jahre bestätigt.
Dez.: Zwischen Deutschem Haus und Busbahnhof entsteht ein Parkplatz mit Grünanlage und Springbrunnen

DtHaus

 

2004

Das Wohnhaus Muskauer Straße 59 wird einer umfangreichen Innen-Sanierung unterzogen.

24. April: Feierliche Einweihung des Glasmacherspringbrunnens am Deutschen Haus mit neuer Sitzgruppe, Parkplatz und gestalteter Terrassenwand
Oktober : Sanierungsbeginn der Straße „Schneekoppe“. Sie wird danach eine Sackgasse und nur noch für Fußgänger und Radfahrer durchgängig passierbar sein.
01. Dezember: Im kommunalen Wohn- und Geschäftshaus Forster Straße 86 wird auf der rechten Seite nach umfangreicher Sanierung (mit Absenkung des Geschäftsraumes) eine Bäckerei mit Cafe eröffnet. Die Buchhandlung mit Postagentur war am 28. Mai in das Nachbargeschäft umgezogen.
Ab 01.Dezember : Die Baracken in der Ringstraße 34 (Wohnunterkunft für den Glaswerksneubau 1964 –68, danach Kindergarten und –Krippe, ab 1992 Teil der Amtsverwaltung) werden zurück gebaut.
Dezember: Die Straße „Am Badesee“ wird von der LMBV saniert. Sie führt von der B115, vorbei an der Gaststätte „Seeblick“ und dem Campingplatz bis zur Bungalowsiedlung.

Brunnen

 

2005

Abschluss der Außensanierung in der Forster Straße 86 u.a. mit Kundenparkplätzen.
April: Auf der Bahnstrecke zwischen Friedrichshain und Simmersdorf werden die Schienen zurück gebaut. Damit endet definitiv die Geschichte der Bahnfahrt für die Nebenstrecke Forst – Weißwasser (vergl. 1991)
26. April: Die FFW erweitert ihren Festplatz mit einem Bungalow
18. Mai: Baubeginn zur Sanierung der B 115 (Teilstücke im Bereich Rathaus und Penny-Markt)
25. Mai: Bauabnahme der fertig gestellten „Schneekoppe“
Sept.: Mit Beginn des Schuljahres 2005/06 kehrt die Grundschule nach Döbern zurück (Schulgebäude Kirchweg)
24. Dezember: Der Penny-Markt im Einkaufszentrum Forster Straße 65 schließt seine Pforten

Forsterstr. 86

 

2006 21. Februar: Baubeginn mit Abriss des Wohnhauses Forster Straße 81 für den neuen LIDL-Standort Aufbaustraße
28. Februar: Bauabnahme der letzten WE in der Forster Straße 86 (ausgebautes Dachgeschoss)
27. März: Baubeginn für die Sanierung des Grenzweges 1. BA (Mühle – Friedhofsweg)
01. Juni: Baubeginn zur Sanierung der Friedrichshainer Straße
07. Juli: Freigabe der B 115 (Bereiche Rathaus u. Penny)
15. August : Baubeginn für Dach und Fassade Dt. Haus (Gaststätte)
18. Sept.: Freigabe des sanierten Grenzweges
23. Oktober: Sanierungsbeginn der sog. „Kleinen Forster Straße“
11. Oktober: Abschluss Reparatur Gehwege vor Forster Str. 60/61
22. Nov.: Abnahme Dach/Fassade Dt. Haus
28. Nov.: Freigabe sanierte Friedrichshainer Straße (Teil I : Forster- bis Aufbaustraße)
01.Dez.: Abnahme u. Freigabe der „Kleinen Forster Straße“
04.Dez.: Eröffnung neuer LIDL-Markt Aufbaustraße
Dez.: Der Wirtschaftshof erhält einen neuen Traktor für den Winterdienst u.a. Aufgaben
Dez.: Der Wirtschaftshof erhält einen neuen Traktor für den Winterdienst u.a. Aufgaben
2007 Gestaltung des Badesees Eichwege mit Mitteln der LMBV
12. März: In der Lausitzer Glashütte AG wird mit einem feierlichen Akt die stillgelegte Produktion wieder aufgenommen. Prominentester Gast ist der Wirtschaftsminister des Ld.  Brandenburg, Ulrich Junghans.
Der 2. BA der Friedrichshainer Straße wird mit Mitteln der Städtebauförderung saniert (Aufbau- bis Spremberger Straße)

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